Ken? Wer ist Ken?

Rosa! Überall ist nur Rose. Rosa hier, rosa da. Rosa Bürste, rosa Schuhe. Nur rosa, rosa, rosa. Da wird man als Mann doch verrückt. Obwohl, so richtig als Mann kann man mich auch nicht bezeichnen. Schließlich habe ich nicht das, was einen richtigen Mann ausmacht. Sein bestes Stück. Sowas hab ich nich. Bei mir ist alles glatt und ohne irgendwas, glatt wie ein Babypopo von dem ich nicht weiß wie glatt er eigentlich ist. Denn ich bin ja nur aus Plastik. In einer Welt in der alles nur rosa ist wird man schnell verrückt. Verrückt! Ich meine, warum gibt es denn keine "kleine Traumkneipe", wenn es schon das "kleine Traumhaus" in ROSA gibt! Was soll man denn als Mann machen? Die rosanen Gardienen vom kleinen rosanen Traumhaus geraderücken oder mit dem rosa Cityflitzer ne Runde um Block fahren? Na herzlichen Dank auch. Diese Welt ist einfach nicht für Männer ohne bestem Stück gedacht. Warum habe ich eigentlich keins? Achso, sonst wäre ich nicht Jugendfrei...natürlich. Darauf hätte ich auch gleich kommen können. Trotzdem...ein bisschen ficki-ficki hier, ein bisschen Biertrinken da undan irgend 'ne Hausecke pinkeln. Aber das geht ja nicht, weil ich keinen Pipimann habe. Was würde ich nicht alles dafür geben. Alles. Das kleine rosa Traumhaus, das blöde rosane Pferdchen, dei beschissenen rosanen Cityflitzer und auch den kack plantschi-plantschi Pool. Alles, nur um ein richtiger Mann zu sein...!!! Mein Name ist übrigens Ken. Einfach nur Ken, denn ich habe keinen Nachnamen und keinen Pipimann...!!!

1 Kommentar 23.3.09 21:31, kommentieren

Spinnen, Hunde und anderes Getier...

Mein Überaus kreativer Erguss aus der Vergangenheit xD ...

 

Gerade habe ich festgestellt, dass ich Badezimmer von Singlemännern überhaupt nicht mag. Ich sitze auf dem Klo, habe den Kopf in den Nacken gelegt, starre an die weiß gestrichene Badezimmerdecke und zähle die totgeklatschten Fliegen und Spinnen. Zwölf, dreizehn, vierzehn, fünfzehn. Ich gebe es auf. Diese art von Beschäftigung ist ganz und gar nicht für mich gedacht. Davon bin ich überzeugt. Plötzlich hämmert es an der Badezimmertür. „Bist du mal fertig?“ höre ich Moritz von draußen rufen. „Ich muss mal pissen“. Ich verdrehe meine Augen und rufe „gleich“ zurück, wärend ich nach dem Klopapier Ausschau halte. Doch egal wie sehr ich meine alten Augen anstrenge, schließlich sind sie schon vierundzwanzig Jahre alt, kann ich kein Klopapier entdecken. Noch ein Grund mehr Badezimmer von Singlemännern zu hassen. Also stehe ich vom Klo auf ohne abzuwischen, ziehe mein Höschen hoch und meine blaue Jeans darüber. Wenigstens hatte Moritz in seinem Badezimmer Seife. Gott, wie bin ich dir dafür dankbar. Ich wasche mir also meine Hände, und überlegte noch kurz ob ich die Toilette spülen sollte. Ich entscheide mich dagegen. Soll der Kerl sich doch darüber aufregen, dass mein Urin noch in der Kloschüssel seine Runden dreht. Wieder hämmert es gegen die Tür. Ich seufze, werfe mir noch einen kurzen Blick durch den Spiegel zu und schließe dann die Badezimmertür auf. „Du hast kein Klopapier“ sage ich an Moritz gewand und stolziere an ihm vorbei ins ungemütliche Wohnzimmer, wo wir die letzte Nacht verbracht haben. Moritz, der groß gebaut, braunhaarig und eigentlich ganz erotisch aussieht, schaut mir nur etwas verdutzt hinterher und verschwindet dann im Badezimmer. Grinsend warte ich darauf, dass Moritz sich über meine Urinpfütze in der Toilettenschüssel aufregt. Aber es bleibt leise im Bad. Schade eigentlich. Ich lasse mich auf das viel zu harte, dunkelblaue Sofa fallen und mein Blick fällt direkt auf das benutzte Kondom, welches neben dem Sofa auf dem Holzfußboden liegt. Ach ja, da war ja was gewesen. Ich schaue zur Badezimmertür. Dahinter ist es still. Wahrscheinlich versucht Moritz gerade so leise wie möglich zu kacken. Ich lache in mich hinein, wärend ich aufstehe, meinen Mantel vom Sessel schnappe und in meine Schuhe schlüpfe. Gerade als Moritz aus dem Badezimmer kommt, schließe ich die Wohnungstür hinter mir und haste das Treppenhaus hinunter. Geschafft. Ich trete aus der Tür des Wohnblockes heraus und atme einmal tief ein. Die Luft ist herrlich frisch, keine Wolke ist am Himmel zu sehen und die Leute auf der Straße gehen wie immer beschäftigt ihrer Wege. Ich bin froh den Fängen von Moritz entkommen zu sein. Beziehungsweise aus dieser Todesgrube geflohen zu sein. Denn wer unschuldige Spinnen und Fliegen in seinem Badezimmer ermordete, der würde sicherlich auch nicht davor zurückschrecken einen One-Night-Stand in seiner Badewanne zu ertränken oder so. Da bin ich mir ziemlich sicher. Mit meinem Mantel unter dem Arm schlendere ich die Straße herunter, werde dabei fast von einem Radfahrer umgefahren, von einer Taube angekackt und wärend ich an einer Ampel stehe und warte das sie grün wird versucht ein Hund an mein Bein zu pinkeln. Großartiger Tag. Muss ich wirklich sagen.

23.3.09 21:24, kommentieren